Die Macht der Motivation

Handballikone Christian Schwarzer und Sportmarketingleiter PM International Torsten Weber über die Kraft eines Team, positive Bilder und was im Leben zählt.


Blacky - damit ist weder Schlagersänger Roy noch ebenso berühmtes Pferd gemeint, sondern kein geringerer als Handballikone Christian Schwarzer. 1,98 m sitzen entspannt in der Lobby. Offen, interessiert und augenscheinlich ziemlich zufrieden mit sich und seinem Leben erwartet uns der Ausnahmesportler.

Neben ihm sein langjähriger Freund und Geschäftspartner Torsten Weber. Weber ist ehemaliger Radrennsportler und seit 1997 Leiter Sportmarketing bei PM-International. Unter seiner Regie baute das Unternehmen, welches durch die Entwicklung und den Vertrieb hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel groß geworden ist,seine Aktivitäten im Profisport aus. Als man bei PMI erkannte, dass die Nahrungsergänzungen, die man entwickelteso gut waren, dass sogar Profisportler sich dafür zu interessieren begannen, holte Rolf Sorg, Gründer und Vorstand der PM-International Gruppe, Torsten Weber ins Team, um hier einen ganz eigenen Bereich zu entwickeln. Im Rahmen des bislang einzigartigen Sportmarketing-Konzeptes bestehen Kooperationen unter anderem mit dem Deutschen und Österreichischen Skiverband, dem Deutschen Eishockey Bund oder dem Deutschen Leichtathletik-Verband. Dabei sponsert PMI mit seiner Marke Fitline die Profisportler nicht im herkömmlichen Sinne, sondern ermöglicht ihnen ein 90-tägiges Testprogramm. Darauf, dass die Athleten die hochwertigen Nahrungsergänzungsmittel selbst kaufen, weil sie von der hohen Qualität überzeugt sind, ist man besonders stolz.



Travellers Issue traf die beiden Größen aus Wirtschaft und Sport zum Gespräch.

Sie sind sehr aktiv im Bereich der Nahrungsergänzungsmittel u.a. für zahlreiche Spitzensportler. Zu ihren Partnern zählen beispielsweise der deutsche und österreichische Ski-Verband (DSV und ÖSV) oder auch der Deutsche Eishockey Bund. Sportarten, bei denen vor allem Schnell- und Reaktivkräfte benötigt werden. Was können Nahrung im weitesten und moderne Nahrungsergänzungsmittel im engeren Zusammenhang hier beitragen?

Christian Schwarzer:

Jeder Athlet schafft sich zuhause die optimalen Bedingungen in Sachen Training und Ernährung. Es ist besonders eine neu entwickelte Sensibilität seitens der Sportler zu beobachten was ihre Ernährung angeht. Jeder weiß, wo genau er seine Schwerpunkte in welcher Trainings- oder Wettkampfphase setzen muss. Auf Reisen und Wettkämpfen ist die richtige Ernährung nur leider nicht immer so einfach zu gewährleisten. Einen eigenen Koch gibt es wahrscheinlich nur bei der Fußballnationalmannschaft. Alle anderen müssen selbst die für sie optimalen Lebensmittel organisieren. Hinzu kommt oft noch Jetlag aufgrund des Durchfliegens unterschiedlicher Zeitzonen sowie ständig wechselnde klimatische Bedingungen bei Wettkämpfen, die erhöhte Anforderungen mit sich bringen. Zudem bedeutet dies ein Belastung für das Immunsystem den sowohl Sportler als auch andere Vielflieger bestens kennen. Und genau hier setzen für mich die FitLine-Produkte an. Nahrungsergänzungsmittel können niemals eine gute Ernährung ersetzen, wie der Name schon sagt, aber hochwertige Produkte wie unsere helfen hervorragend dabei Defizite auszugleichen und genau da zu unterstützen, wo man es braucht. Für mich als Athlet ist es dabei von besonders großer Bedeutung, dass alle Produkte auf der Kölner Liste stehen, und ich mir so keinerlei Gedanken um unabsichtliches Doping machen muss. (Die Kölner Liste® ist eine Initiative aus dem Sport und führt Nahrungsergänzungsmittel (NEM) mit minimiertem Dopingrisiko.)) Mit 42 Produkten habe ich zudem ein breites, aufeinander abgestimmtes Produktporfolio, das allen meinen Bedürfnissen gerecht wird.

Eine rasant fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen stellt eine neue Herausforderung für Unternehmen dar: den Faktor Mensch dabei mehr denn je im Fokus zu haben. Seine Bedürfnisse und seine Motivation dabei gezielt zu stärken. Wie gehen sie mit dieser Herausforderung um? Lassen sich auch hier bewährte Parallelen aus dem Sport ziehen? Was ist der gemeinsame Nenner, wenn es darum geht ein Team zu motivieren?

Torsten Weber:

Ich denke der Sport, ist sehr nah an der allgemeinen Wirtschaft. Es geht darum, dass der Einzelne seine ganz eigene Motivation finden muss. Vorher kann man auch nicht an einem Teambuilding arbeiten. Resilienz, die Fähigkeit mit Niederlagen umzugehen, ist dabei ein wesentlicher Faktor. Ich bin der Meinung, dass man aus Niederlagen leichter als aus Erfolgen lernt. Auch wenn es schmerzhaft ist.

In meinen dunklen Punkten versuche ich immer mit positiven Bildern zu arbeiten, um mich wieder neu zu motivieren. Ganz wesentlich ist dabei, dass diese Bilder nicht visuell begrenzte sind,

sondern alle Sinne ansprechen und sich so in den verschiedenen Ebenen darstellen und verankern. Ein positives Bild muss eine olfaktorische Sensation, ein 3-dimensionales Erlebnis schaffen und somit eine Emotion erzeugen damit es seine ganze Wirkungskraft entfalten kann. Das schöne am Älterwerden ist, das man darin immer besser wird, es beinahe schon automatisch abläuft und man so immer gelassener und positiver durchs Lebens geht.

Christian Schwarzer:

Ich halte oft Vorträge in Unternehmen und bin immer wieder verwundert, wie wenig sich die Führungsebenen manchmal das Wissen aus dem Sport ziehen. Ich habe eine ganz wichtige Erfahrung machen dürfen: Auch wenn jeder einzelne Spieler eines Teams für sich selbst kein Sieger ist, so kann doch das richtige Nutzen von Stärken und die gemeinsame Kraft des Teams das Team zu einem Siegerteam werden lassen. Wenn Unternehmen dieses Wissen nutzen und darüber hinaus noch Raum für die individuelle Kreativität lassen, kann jeder Einzelne sich optimal entwickeln, seine Stärken ausbauen und motiviert für das Team einsetzen. Für mich ist ein Team ein Team, ganz gleich ob im Unternehmen oder im Sport. Gewinnen kann man nur gemeinsam.

Für mich ganz persönlich gibt es wenig Gründe, warum ich einmal down bin. Die Fähigkeit mit Niederlagen umzugehen, habe ich mir durch den Leistungssport schon früh angeeignet und gelernt daraus etwas positives zu entwickeln. Einzig wenn es Menschen aus meinem engen Umfeld gesundheitlich schlecht geht, ist das etwas das mich sehr trifft. So etwas ist immer von einem Gefühl der Machtlosigkeit begleitet, denn beim Thema Gesundheit helfen weder Geld noch Einfluss. Und ich bin für jeden Tag dankbar, an dem meine Liebsten und ich gesund und glücklich durch ́s Leben spazieren. Glücklicherweise ermöglicht mir mein eigener Erfolg es auch anderen helfen zu können. Ich engagiere mich sehr viel ehrenamtlich, unter anderem für das Ronald Mc Donald Kinderhaus in der Nähe meiner Heimatstadt. Diese verschiedenen Schicksale zu sehen macht schon sehr demütig und dankbar für die Möglichkeit vielleicht das Leid ein klein wenig zu lindern. Man muss nicht immer gleich die ganze Welt retten wollen, meist reicht ein kleines Stück vom Glück.

Tagtäglich fliegen wir Unternehmen, Sportler, Persönlichkeiten aus Politik und Film von A nach B. Verraten Sie uns, was ihre absolute Lieblingsdestination ist?

Torsten Weber: Ich liebe Mallorca aufgrund seiner Vielfältigkeit und schnellen Erreichbarkeit. Innerhalb von 2,5 Stunden bin ich in einer anderen Welt. Die Insel bietet mir als Radsportler die herrlichsten Routen, daneben Kulinarik und Kultur und auch ganz klassisch Meer und Sonne. Wenn man möchte kann man hier an nur einem Tag unglaubliche Vielfältigkeit erleben.

Christian Schwarzer:

Als gelernter Reiseverkehrskaufmann ist Reisen für mich ohnehin ein elementares Thema, auch wenn ich früher nicht gerne geflogen bin, wie ich zugeben muss. Aber in meiner Zeit beim FC Barcelona sind wir beinahe zu jedem Spiel mit dem Flugzeug gereist, da habe ich mich dran gewöhnt. Mittlerweile genieße ich die Vorzüge des Fliegens, die mich so wunderbare Flecken dieser Welt kennenlernen lassen.

Auch ich bin bekennender Mallorcafan und nutze die kurzfristige Erreichbarkeit gerne für eine schnelle Auszeit zum Auftanken. Sidney war aber bislang die Stadt, die mich am meisten beeindruckt hat. Es ist der schönste, faszinierendste Ort, an dem ich bisher gewesen bin.

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